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{"id":1343,"date":"2025-04-14T21:13:58","date_gmt":"2025-04-14T19:14:01","guid":{"rendered":"urn:uuid:018b4d8b-650b-4fb7-bd3e-d4edf8fc25b2"},"modified":"2025-04-14T21:11:22","modified_gmt":"2025-04-14T19:11:22","slug":"vaterschaftsurlaub-eine-win-win-win-situation-fuer-familien-unternehmen-und-die-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.diversity-inclusion-platform.ch\/en\/vaterschaftsurlaub-eine-win-win-win-situation-fuer-familien-unternehmen-und-die-gesellschaft\/","title":{"rendered":"Vaterschaftsurlaub: eine Win-Win-Win-Situation f\u00fcr Familien, Unternehmen und die Gesellschaft"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"is-style-lead\"><strong>Die Forschung zeigt eindeutig: ein auf beide Elternteile verteilter Elternurlaub ist fast ein Allheilmittel gegen Ungleichheiten in der Beteiligung von Eltern an Betreuungs- und Erwerbsarbeit. Vaterschaftsurlaub ist also gut f\u00fcr alle. Es gibt jedoch wichtige \u00abDos and Don\u2019ts\u00bb, die es bei der Einf\u00fchrung des Elternurlaubs f\u00fcr alle Eltern zu beachten gilt, damit m\u00f6glichst alle Vorteile ausgesch\u00f6pft werden k\u00f6nnen.&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n\n<p>Per 1. April hat Alliance F zusammen mit einer \u00fcberparteilichen Allianz die Unterschriftensammlung f\u00fcr eine <a href=\"https:\/\/www.familien-zeit.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Volksinitiative<\/a> lanciert, welche die heutige Mutter- und Vaterschaftsurlaubspolitik in der Schweiz ersetzen soll. Mit ihrer Initiative \u201eStarke Gesellschaft und Wirtschaft dank Elternurlaub (Familienurlaubs-Initiative)\u201c fordern sie, dass in der Schweiz ein Elternurlaub von 18 Wochen f\u00fcr beide Elternteile nach der Geburt des Kindes eingef\u00fchrt wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n<p>Es \u00fcberrascht nicht, dass die Reaktionen von grosser Begeisterung bis hin zu grosser Skepsis reichen. Die Bef\u00fcrworter:innen hoffen, dass die Initiative zu einer Angleichung der Geschlechterrollen in den Familien und in der Gesellschaft insgesamt f\u00fchren wird, w\u00e4hrend durch die heutige Politik des Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaubs Stereotypen verfestigt werden, <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/kostenhammer-oder-investition-eine-neue-initiative-fordert-eine-paritaetische-elternzeit-von-je-18-wochen-fuer-beide-ld.1873706\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">so Dominik Elser<\/a>, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Initiative. Alliance\u202fF <a href=\"https:\/\/de.alliancef.ch\/familienzeit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">betont<\/a> unter anderem die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes und dessen Bindung zum Vater.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n<p>Am anderen Ende des Spektrums: Durch die Angleichung des Elternurlaubs werte die Initiative die k\u00f6rperliche Belastung (und das m\u00f6gliche Trauma) von Schwangerschaft und Geburt f\u00fcr den weiblichen K\u00f6rper ab, <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/unfair-fuer-die-frauen-familienzeit-initiative-sorgt-im-linken-lager-fuer-diskussionen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">so die Parlamentarierin Katharina Prelicz-Huber<\/a>. Andere <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/kostenhammer-oder-investition-eine-neue-initiative-fordert-eine-paritaetische-elternzeit-von-je-18-wochen-fuer-beide-ld.1873706\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">betonen<\/a>, dass die Initiative stillenden M\u00fcttern nicht gerecht wird und, dass die traditionellen Geschlechterrollen ohnehin zu tief verankert sind, als dass sich durch die Initiative etwas \u00e4ndern k\u00f6nne. Einige bef\u00fcrchten negative Auswirkungen speziell f\u00fcr KMU, andere, wie der Schweizerische Gewerbeverband, erwarten <a href=\"https:\/\/www.bernerzeitung.ch\/elternzeit-schweiz-13-argumente-dafuer-und-dagegen-im-check-446236775095?utm_source=sfmc&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=BZ_ED_9_ENG_EM_NL_XX_BZAMABEND_XX_WEEKEND&amp;utm_term=2025-04-06&amp;utm_content=5626372_\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">negative Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n<p>Dass beim Thema Elternzeit die Emotionen hochkochen, ist nur allzu verst\u00e4ndlich: Es ist ein Thema, bei dem das Politische von Natur aus sehr pers\u00f6nlich ist und umgekehrt. Bei sehr pers\u00f6nlichen Themen kann es schwierig sein, den Wald vor lauter B\u00e4umen zu sehen, und als professionelle Forscherin wende ich mich in solchen Momenten an die Forschung. Wie wirkt sich eine parit\u00e4tisch aufgeteilte Elternzeit (wie in der Initiative vorgeschlagen) auf die (Un-)Gleichstellung der Geschlechter bei bezahlter und unbezahlter Arbeit aus? Und welche Rahmenbedingungen sind gem\u00e4ss Forschung notwendig, um die Elternzeit erfolgsversprechend zu gestalten?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"is-style-lead\"><strong>Vaterschaftsurlaub f\u00fchrt zu mehr Chancengerechtigkeit bei der Arbeit<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n<p>Seit den 1960er Jahren hat sich die bezahlte Arbeit durch den Eintritt von Frauen und M\u00fcttern in den Arbeitsmarkt grundlegend ver\u00e4ndert. Bei den M\u00e4nnern und V\u00e4tern hat sich jedoch <a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/27809263\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">kein \u00e4hnlicher Wandel vollzogen<\/a>, wenn es um (unbezahlte) Betreuungsarbeit geht. Welche Rolle kann die Elternzeit bei der \u00dcberbr\u00fcckung dieser Kluft spielen?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/journals.sagepub.com\/doi\/10.1177\/0958928716685688\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Forschung zeigt<\/a>, dass \u201edie Geburt eines Kindes bei heterosexuellen Paaren h\u00e4ufig eine ungleiche Aufteilung der Erwerbs- und Betreuungsarbeit verst\u00e4rkt\u201c. Stellen Sie sich vor, dass die Mutter in den ersten Lebensmonaten oder -jahren des Lebens des Kindes der alleinige Elternteil zu Hause ist, w\u00e4hrend der Vater (oder der zweite Elternteil) wie gewohnt weiterarbeitet. In diesem Fall bestimmt die Mutter den gesamten Tagesablauf und weiss, wann und wie das Kind isst, schl\u00e4ft und gerne spielt. Sie weiss am besten, wie sie das Kind beruhigen kann. Sie weiss, wann der n\u00e4chste Kinderarzttermin ansteht und, wann der Familie die Babynahrung ausgehen k\u00f6nnte. Die Familie gew\u00f6hnt sich daran, dass sie den L\u00f6wenanteil der Betreuungsarbeit leistet und zugleich den gr\u00f6ssten Teil der \u00abmental load\u00bb tr\u00e4gt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n<p>Der Vaterschaftsurlaub hingegen erm\u00f6glicht den V\u00e4tern, den <a href=\"https:\/\/www.mckinsey.com\/capabilities\/people-and-organizational-performance\/our-insights\/a-fresh-look-at-paternity-leave-why-the-benefits-extend-beyond-the-personal\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Grundstein<\/a> f\u00fcr eine gleichm\u00e4ssige Verteilung der Betreuungsarbeit zu legen (z.B. die Kinder regelm\u00e4ssig zur Kita zu bringen oder abzuholen). <a href=\"https:\/\/www.journals.uchicago.edu\/doi\/abs\/10.1086\/703115\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Patnaik <\/a>fand heraus, dass schon wenige Wochen \u00abreservierter\u00bb Elternzeit f\u00fcr V\u00e4ter die Beteiligung der V\u00e4ter an der Betreuungsarbeit um 250% erh\u00f6hten, und dass diese Effekte weit \u00fcber die Zeit nach der Geburt hinaus andauern. Der positive Zusammenhang zwischen der Inanspruchnahme von Elternzeit durch V\u00e4ter und einer gleichm\u00e4ssigeren Aufteilung der Hausarbeit wird durch eine <a href=\"https:\/\/d-nb.info\/1242636188\/34\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vielzahl<\/a> <a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/23644618\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">empirischer Studien<\/a> <a href=\"https:\/\/andreaskotsadam.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/the-state-intervenes-in-the-battle-of-the-sexes.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">best\u00e4tigt<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n<p>Der Vaterschaftsurlaub ist ein sehr <a href=\"https:\/\/www.mdpi.com\/2076-0760\/8\/9\/250\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">wirksames Mittel<\/a> und langfristig erfolgreich, wenn es darum geht, Paare f\u00fcr eine gerechtere Aufteilung der Betreuungsarbeit zu r\u00fcsten <em>und<\/em> beiden Elternteilen eine befriedigende berufliche Laufbahn zu erm\u00f6glichen, da er eine Dynamik fernab der traditionellen Geschlechterrollen des m\u00e4nnlichen Ern\u00e4hrers und der weiblichen Betreuungsperson anst\u00f6sst. Wenn V\u00e4ter in grossem Umfang Elternzeit in Anspruch nehmen, <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0049089X21001289\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">f\u00f6rdert dies die Karrieren von Frauen<\/a>. <a href=\"https:\/\/shs.hal.science\/halshs-03145794v1\/document\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bacheron<\/a> analysierte Daten aus der Arbeitskr\u00e4fteerhebung der Europ\u00e4ischen Union, um die Auswirkungen von Vaterschaftsurlaub auf die Besch\u00e4ftigung von M\u00fcttern in zehn L\u00e4ndern zu untersuchen, und stellte fest, dass die Inanspruchnahme von Vaterschaftsurlaub die Besch\u00e4ftigungsquote von M\u00fcttern um bis zu 17% erh\u00f6ht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n<p>Aus der Sicht der Arbeitgebenden macht dies Sinn: Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine F\u00fchrungsposition neu besetzen und haben zwei Kandidat:innen in der engeren Auswahl, einen Mann und eine Frau, beide Anfang 30. Ganz rational k\u00f6nnten Sie durchaus zum Schluss kommen, dass es ratsamer ist, den Mann einzustellen: Schliesslich k\u00f6nnte die Frau schwanger werden, in Mutterschaftsurlaub gehen und ihren Besch\u00e4ftigungsgrad reduzieren. Tats\u00e4chlich zeigen <a href=\"https:\/\/www.advance-hsg-report.ch\/en\/full-report\/approach-for-analysis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">unsere eigenen Daten<\/a>, die auf den Personaldaten von 371'000 Arbeitnehmern in der Schweiz basieren, dass M\u00e4nner mit 30 Jahren <a href=\"https:\/\/www.advance-hsg-report.ch\/en\/key-figures\/talent-pipeline\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">fast doppelt so h\u00e4ufig<\/a> in F\u00fchrungspositionen eingestellt werden wie gleichaltrige Frauen. Eine parit\u00e4tisch aufgeteilte Elternzeit macht die \u00abSpielregeln\u00bb f\u00fcr alle gleich \u2013 und damit fairer.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n\n\t\n\t\n    <div\n        class=\"wp-block-mind-image\"\n        \n\t        >\n\t    \t\t    <a\n\t\t\t            href=\"https:\/\/www.advance-hsg-report.ch\/de\/key-figures\/talent-pipeline\/\"\n                    >\n\t\t\t\t\t    \n\t\n\t\t<\/a>\n\t        <\/div>\n\n\n\n<p>Besonders erw\u00e4hnenswert: Normen der Geschlechtergerechtigkeit, die durch eine faire Elternzeit gef\u00f6rdert werden, bleiben \u00fcber die Generationen hinweg erhalten! <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s11199-019-01050-y\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Petts und Knoester<\/a> stellen fest, dass Kinder, deren V\u00e4ter nach der Geburt mindestens zwei Wochen Vaterschaftsurlaub genommen haben, sich ihren V\u00e4tern auch neun Jahre sp\u00e4ter noch n\u00e4her f\u00fchlen als Kinder, deren V\u00e4ter keinen Urlaub genommen haben. Die positiven Effekte des Vaterschaftsurlaubs sind also nachhaltig. Ebenso finden <a href=\"https:\/\/www.iza.org\/publications\/dp\/16341\/changing-gender-norms-across-generations-evidence-from-a-paternity-leave-reform\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Farr\u00e9 und Co-Autor:innen<\/a> \u00fcberzeugende, quantitative Hinweise daf\u00fcr, dass Kinder, deren V\u00e4ter Anspruch auf Vaterschaftsurlaub hatten, im Alter von 12 Jahren eine egalit\u00e4rere Einstellung zu Geschlechterrollen haben und eine gleichberechtigte Beteiligung von M\u00fcttern und V\u00e4tern am Arbeitsmarkt und im Haushalt st\u00e4rker bef\u00fcrworten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte versucht sein zu denken: Nur weil V\u00e4ter einen Anspruch auf Elternzeit haben, heisst das noch lange nicht, dass sie diesen auch beziehen, und dass folglich all diese positiven Effekte eine reine \u00dcbertreibung sind. Die Schweiz ist noch nicht bereit f\u00fcr ein Fifty-Fifty-Betreuungssplitting. Aber die Politik setzt Anreize und kann mit der Zeit einen sozialen und normativen Wandel herbeif\u00fchren. Schon die M\u00f6glichkeit eines Vaterschaftsurlaubs signalisiert, dass die \u00dcbernahme einer gleichberechtigten Betreuungsrolle gesellschaftlich akzeptiert ist. Tats\u00e4chlich ist in allen L\u00e4ndern, in denen der Vaterschaftsurlaub ausgeweitet wurde, auch die Inanspruchnahme <a href=\"https:\/\/www.proquest.com\/docview\/3181691435?fromopenview=true&amp;pq-origsite=gscholar&amp;sourcetype=Scholarly%20Journals\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">deutlich gestiegen!<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"is-style-lead\"><strong>Wie man Elternzeit richtig umsetzt<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, ist Elternzeit praktisch ein Allheilmittel gegen die ungleiche Verteilung von Betreuungs- und Erwerbsarbeit auf Frauen und M\u00e4nner. Allerdings gibt es dabei einiges zu beachten. Was sind laut Forschung wichtige \u201eDos and Don'ts\u201c, wenn es um faire Elternzeitregelungen geht?&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-core-list\"><li><strong>Reservieren Sie einen festen Teil der Elternzeit f\u00fcr die V\u00e4ter<\/strong> (oder Eltern, die keine Kinder bekommen): In einigen L\u00e4ndern (z.B. in Deutschland) ist der Vaterschaftsurlaub in den allgemeinen Anspruch auf Elternzeit integriert, so dass es den Eltern \u00fcberlassen bleibt, wie sie ihn aufteilen. In Deutschland <a href=\"https:\/\/www.dji.de\/fileadmin\/user_upload\/bibs2024\/DJI_Preprint_ElterngeldPlus_Evaluation.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">f\u00fchrt dies<\/a> dazu, dass M\u00fctter durchschnittlich 15.5 Monate Elternzeit nehmen, V\u00e4ter hingegen nur 3.4. Um die Inanspruchnahme des Vaterschaftsurlaubs durch die V\u00e4ter zu maximieren, ist eine obligatorische Inanspruchnahme die effizienteste (aber politisch nicht haltbare) L\u00f6sung. Die zweitbeste L\u00f6sung: Reservieren Sie einen Teil der Elternzeit f\u00fcr V\u00e4ter, anstatt den Eltern die Wahl zu lassen, wie sie ihn unter sich aufteilen. Da erh\u00f6ht <a href=\"https:\/\/skemman.is\/bitstream\/1946\/22378\/1\/a.2013.9.2.4.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Studien<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/researchmgt.monash.edu\/ws\/portalfiles\/portal\/254864892\/254316626_oa.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">zufolge<\/a> die Inanspruchnahme des Urlaubs durch V\u00e4ter sehr effektiv.<\/li><li><strong>Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub m\u00fcssen \u00e4hnlich lang sein<\/strong>: Ein l\u00e4ngerer Mutterschaftsurlaub ist mit langfristigen Ungleichheiten zwischen den Eltern in Bezug auf ihre berufliche Laufbahn und ihre Beteiligung am Familienleben <a href=\"https:\/\/www.mdpi.com\/2076-0760\/8\/9\/250\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">verbunden<\/a>, insbesondere, wenn die Dauer des Vaterschaftsurlaubes deutlich k\u00fcrzer ist. Daher ist es bei der Gestaltung des Elternurlaubs wichtig, eine \u00e4hnliche Dauer f\u00fcr beide Elternteile festzulegen.&nbsp;<\/li><li><strong>Unterst\u00fctzung durch Arbeitgebende erh\u00f6ht die Inanspruchnahme von Elternzeit durch V\u00e4ter erheblich<\/strong>: Wenn V\u00e4ter negative berufliche Konsequenzen bef\u00fcrchten, nehmen sie seltener (l\u00e4ngere) Elternzeit in Anspruch. Dies ist sowohl naheliegend als auch durch <a href=\"https:\/\/dialnet.unirioja.es\/servlet\/articulo?codigo=6635242\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">verschiedene<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/324208684_Parental-leave_policy_for_male_lawyers_in_Helsinki_and_Montreal_cultural_and_professional_barriers_to_male_lawyers'_use_of_paternity_and_parental_leaves\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">empirische Studien<\/a> eindeutig belegt. V\u00e4ter <a href=\"https:\/\/journals.sagepub.com\/doi\/abs\/10.1177\/0958928718765638\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">im \u00f6ffentlichen Dienst<\/a> nehmen h\u00e4ufiger Elternzeit als V\u00e4ter in der Privatwirtschaft, M\u00e4nner in <a href=\"https:\/\/archive-ouverte.unige.ch\/unige:105675\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">gr\u00f6sseren Unternehmen<\/a> nehmen \u00f6fter Elternzeit in Anspruch als M\u00e4nner in kleineren Betrieben. <a href=\"https:\/\/journals.sagepub.com\/doi\/abs\/10.1177\/0958928718765638\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">V\u00e4ter mit F\u00fchrungsverantwortung<\/a> nehmen seltener Elternzeit. M\u00e4nner, <a href=\"https:\/\/www.emerald.com\/insight\/content\/doi\/10.1108\/01443331011054262\/full\/html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">die in frauendominierten Bereichen<\/a> (Erziehung, Krankenpflege usw.) arbeiten, nehmen eher den gesamten Vaterschaftsurlaub in Anspruch als M\u00e4nner, die in m\u00e4nnerdominierten Berufen wie dem Bankwesen t\u00e4tig sind.&nbsp;<br>Der Arbeitsplatz spielt also eine entscheidende Rolle bei der Unterst\u00fctzung von V\u00e4tern bei der Inanspruchnahme von Elternzeit und sollte alles tun, um zu signalisieren, dass er V\u00e4ter bei der \u00dcbernahme von Betreuungsaufgaben unterst\u00fctzt. Ein besonders wirksames Mittel ist die <a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/abs\/10.1111\/sjoe.12485\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sichtbarmachung<\/a> von V\u00e4tern, insbesondere von V\u00e4tern in F\u00fchrungspositionen, die ihre Elternzeit voll beziehen. Zu guter Letzt ist es aber auch wichtig, dass der Staat die notwendige Unterst\u00fctzung (finanziell, administrativ und logistisch) bereitstellt, damit sich Unternehmen aller Gr\u00f6ssen und Branchen den Vaterschaftsurlaub leisten k\u00f6nnen.&nbsp;<\/li><\/ol>\n\n\n\n\n<p>Das Beste zum Schluss: Positive Ver\u00e4nderungen sind m\u00f6glich. Studien zeigen klar, dass eine gut durchdachte Politik das Verhalten \u00e4ndern und den Kreislauf der Ungleichheit durchbrechen kann, wie wir es am Beispiel der L\u00e4nder gesehen haben, die eine parit\u00e4tisch aufgeteilte Elternzeit eingef\u00fchrt haben. Jetzt liegt es an der Schweizer Gesellschaft zu entscheiden, ob sie bereit ist, diesen Schritt zu tun.&nbsp;<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Forschung zeigt eindeutig: ein auf beide Elternteile verteilter Elternurlaub ist fast ein Allheilmittel gegen Ungleichheiten in der Beteiligung von Eltern an Betreuungs- und Erwerbsarbeit. 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